Die 70 WochenScreen 1
Wir laden Sie ein, mit uns zu beten:
Oh Herr, allmächtiger Gott,
Du hast uns versprochen, dass wir Dich kennen lernen, wenn wir Dich aufrichtig und mit
Demut suchen. Wir haben die Erfüllung dieser Verheißung erlebt, seit wir mit diesen
Lektionen und dem Studium Deines Wortes begonnen haben.
Heute bitten wir Dich wieder um Hilfe, während wir das Buch des Propheten Daniel
studieren, damit wir seine wunderbare Botschaft verstehen.
In Jesu Namen bitten wir dies.
Amen.
Screen 2
2. Petrus 1,19
Um so fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
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Offenbarung 1,3
Selig ist, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und behalten, was darin geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe.
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Ein besonderer Segen ist dem versprochen, der die biblischen
Prophezeiungen studiert.
Gott ermutigt uns, Zeit zu investieren, um ihn zu verstehen.
Screen 3
Daniel 9,1
Im ersten Jahr des Darius, des Sohnes des Ahasveros, aus dem Stamm der Meder, der über das Reich der Chaldäer König wurde ...
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Die Prophezeiung über die siebzig Wochen steht in Kapitel 9 des
Buches Daniel.
Bevor wir uns mit dem Textzusammenhang dieser Prophezeiung beschäftigen, wollen wir uns
den historischen Kontext anschauen.
Die in Kapitel 9 beschriebenen Ereignisse geschahen 538 v. Chr., kurz nach Beendigung der
Herrschaft der Chaldäer (Babylon) durch die Meder und Perser.
Screen 4
Daniel 9,2.3
In diesem ersten Jahr seiner [Darius] Herrschaft achtete ich,
Daniel, in den Büchern auf die Zahl der Jahre, von denen der HERR geredet hatte zum
Propheten Jeremia, dass nämlich Jerusalem siebzig Jahre wüst liegen sollte.
Und ich kehrte mich zu Gott, dem Herrn, um zu beten und zu flehen unter Fasten und in Sack
und Asche.
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Als er die Prophezeiung des Jeremias studierte, wurde Daniel
klar, dass sein Volk nur 70 Jahre in babylonischer Gefangenschaft sein würde.
Diese 70 Jahre waren nun vorüber. Babylon war gefallen, Aber Jerusalem war noch nicht
wieder hergestellt.
Screen 5
Daniel 9,4.5.18
Ich betete aber zu dem HERRN, meinem Gott, und bekannte und
sprach:
»Ach, Herr, du großer und heiliger Gott, der du Bund und Gnade bewahrst denen, die dich
lieben und deine Gebote halten!
Wir haben gesündigt, Unrecht getan, sind gottlos gewesen und abtrünnig geworden; wir
sind von deinen Geboten und Rechten abgewichen. (...)
Neige dein Ohr, mein Gott, und höre, tu deine Augen auf und sieh an unsere Trümmer und
die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist.«
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Daniel dachte, Ursache für die Verzögerung des Aufbaus von Jerusalem sei die Sündhaftigkeit seines Volkes. Deshalb bat er Gott für die Vergebung ihrer Sünden.
Screen 6
Daniel 9,20.21
Als ich noch so redete und betete und meine und meines Volkes Israel Sünde bekannte und mit meinem Gebet für den heiligen Berg meines Gottes vor dem HERRN, meinem Gott, lag, eben als ich noch so redete in meinem Gebet, da flog der Mann Gabriel, den ich zuvor im Gesicht gesehen hatte, um die Zeit des Abendopfers dicht an mich heran.
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Während Daniel betete, erschien Gabriel.
Dreizehn Jahre vorher hatte dieser Engel Gottes mit ihm über die Vision von den 2300
Tagen gesprochen (wir werden sie in einer späteren Lektion studieren), aber diese Vision
war ihm noch nicht erklärt worden.
Screen 7
Daniel 9,22.23
Und [Gabriel] sprach:
»Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dir zum rechten Verständnis zu verhelfen.
Denn als du anfingst zu beten, erging ein Wort, und ich komme, um dir's kundzutun; denn du
bist von Gott geliebt.
So merke nun auf das Wort, damit du das Gesicht verstehst.«
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Der Engel sagte ihm, er sei gekommen, um ihm die Vision zu
erklären. Aber welche Vision?
Der Prophet Daniel hatte seit Beginn von Kapitel 9 keine Vision erhalten, deshalb müssen
wir annehmen, dass sich die Erklärung auf die letzte Vision bezog, d. h. auf die 2300
Tage.
Screen 8
Daniel 9,24
»Siebzig Wochen sind verhängt über dein Volk und über deine heilige Stadt.«
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Das hebräische Wort »chathak«, hier übersetzt mit
»verhängt«, meint wörtlich »abgeschnitten«.
Gabriel teilte also Daniel mit, dass eine Zeitspanne von 70 Wochen für das Volk Israel
abgeschnitten worden sind.
Nun, diese Periode von 70 Wochen (oder 70 x 7 = 490 Tage) kann nur von einer längeren
Zeitspanne abgeschnitten werden, das heißt, von den 2300 Tagen.
Wir werden darauf gleich wieder zurückkommen.
Screen 9
Daniel 9,25
«So wisse nun und gib acht: Von der Zeit an, als das Wort erging, Jerusalem werde wiederaufgebaut werden (...).»
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Der Startpunkt der prophetischen Zeitspanne von 70 Wochen ist
»das Wort, Jerusalem soll wieder aufgebaut werden«.
Wann erging der Befehl zum Wiederaufbau Jerusalems?
Screen 10
Esra 7,7.11.13.20
Im siebten Jahr des Königs (...) Und dies ist die Abschrift des
Schreibens, das der König Artahsasta Esra gab, dem Priester und Schriftgelehrten (...):
»Und nun, von mir ist befohlen worden, daß alle, die von dem Volk Israel und den
Priestern und Leviten in meinem Reich willig sind, nach Jerusalem zu ziehen, mit dir
ziehen können (...).
Auch was du sonst noch brauchst für das Haus deines Gottes, was du ausgeben musst, das
bekommst du aus den Schatzhäusern des Königs.«
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Während des siebten Jahrs seiner Regierung erließ der König
von Persien, Artaxerxes [Artahsasta], den Befehl, Jerusalem wieder aufzubauen.
Dies geschah im Jahr 457 v. Chr.
Screen 11
Daniel 9,25
So wisse nun und gib acht: Von der Zeit an, als das Wort erging, Jerusalem werde wiederaufgebaut werden, bis ein Gesalbter [wörtlich: der Messias], ein Fürst, kommt, sind es sieben Wochen und zweiundsechzig Wochen.
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Die Prophezeiung sagt uns, dass 69 Wochen (7 + 62 = 69) zwischen
dem Befehl zum Aufbau Jerusalem und dem Kommen des Messias liegen.
Wir wollen versuchen, die Bedeutung dieser Periode von 69 Wochen in der biblischen
Prophetie zu verstehen.
Screen 12
4. Mose 14,34
Nach der Zahl der vierzig Tage, in denen ihr das Land erkundet habt - je ein Tag soll ein Jahr gelten -, sollt ihr vierzig Jahre eure Schuld tragen.
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Hesekiel 4,5.6
Ich will dir aber die Jahre ihrer Schuld auflegen, für jedes
Jahr einen Tag, nämlich dreihundertneunzig Tage. (...) Und wenn du dies vollbracht hast,
sollst du danach dich auf deine rechte Seite legen und sollst tragen die Schuld des Hauses
Juda vierzig Tage lang.
Denn ich gebe dir hier auch je einen Tag für ein Jahr.
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Das Prinzip »1 Tag = 1 Jahr« wurde von vielen Kennern der biblischen Prophetie als richtig erkannt und angewendet. Wir machen es genauso.
Screen 13
So können wir den ersten Meilenstein setzen:
»Von der Zeit an, |
° Startpunkt der Prophezeiung:
als das Wort erging, | Der Erlass des Artaxerxes.
Jerusalem werde | Das Jahr 457 v. Chr.
wiederaufgebaut |
werden, bis ein | ° 7 Wochen später (7 x 7 = 49
Jahre):
esalbte [wörtlich: | Der Wiederaufbau Jerusalems ist
abgeschlossen.
der Messias], ein | Das Jahr 408 v. Chr. (-457 + 49 =
-408)
Fürst, kommt, sind |
es sieben Wochen und | ° 62 Wochen später (62 x 7 = 434 Jahre):
zweiundsechzig | Kommen des
Messias, des Fürsten.
Wochen.«
| Das Jahr 27 n. Chr. (-408 + 434 = 27)
(Daniel 9,25) |
Screen 14
Noch etwas zu folgendem Punkt :
Manche meinen, dass -408 + 434 = 26,
nicht 27 ergibt. Aber wir müssen
beachten, dass es kein Jahr 0 (Null) gibt. Siehe folgendes Beispiel:
+---+---+---+---+---+---+---+---+ Manche
meinen, dass zwischen
Jahr |-4 |-3 |-2 |-1 | 1 | 2 | 3 | 4 | -4 und 4, 8 Jahre liegen.
Aber
+---+---+---+---+---+---+---+---+ das
Jahr 0 existiert nicht;
Dauer | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | es sind also
nur 7 Jahre.
Weil es kein Jahr 0 gibt, müssen wir der Addition ein Jahr zufügen:
-408 + 434 + 1 = 27. Für das obige Beispiel: -4 + 7 + 1 = 4.
Screen 15
Daniel 9,25
So wisse nun und gib acht: Von der Zeit an, als das Wort erging, Jerusalem werde wiederaufgebaut werden, bis ein Gesalbter, ein Fürst, kommt, sind es sieben Wochen und zweiundsechzig Wochen.
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Da wir nun wissen, dass die ersten 69 Wochen (7 + 62), oder 483 Jahre (49 + 434) uns nach 27 n. Chr. bringen, müssen wir herausfinden, was im Laufe dieses Jahres in Bezug auf den »Messias, dem Fürsten« geschah.
Screen 16
Johannes 4,25.26
Spricht die Frau zu ihm [Jesus]: »Ich weiß, dass der Messias
kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen.«
Jesus spricht zu ihr: »Ich bin's, der mit dir redet.«
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Apostelgeschichte 10,38
Wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit heiligem Geist und Kraft.
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Das Wort »Messias« kommt vom Hebräischen »mashiach« (in
Griechisch: »christos«), das bedeutet »der Gesalbte«.
Das Neue Testament sagt, dass Jesus »der Messias«, »der Christus«, »der Gesalbte«
ist.
Screen 17
Lukas 3,21.23
Und es begab sich, als alles Volk sich taufen ließ und Jesus
auch getauft worden war (...).
Und Jesus war, als er auftrat, etwa dreißig Jahre alt.
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Jesus wurde im Alter von etwa dreißig Jahren getauft. Warum sagt
uns dann die Prophezeiung, dass dieses Ereignis im Jahre 27 n. Chr. stattfinden würde?
Als die christliche Zeitrechnung eingeführt wurde, verrechnete man sich um 4 Jahre.
Es ist bekannt, dass Christus nicht im Jahre 1 n. Chr. geboren wurde, weil bei seiner
Geburt Herodes der Große noch lebte, und Herodes starb im Jahre 4 v. Chr.
Jesus wurde also im Jahr 4 v. Chr. geboren und im Jahr 27 n. Chr. im Alter von 30 Jahren
getauft (zur Erklärung: weil es kein Jahr Null gibt: -4 + 30 + 1 = 27).
Screen 18
Markus 1,9.14.15
Und es begab sich zu der Zeit, dass Jesus aus Nazareth in
Galiläa kam und ließ sich taufen von Johannes im Jordan. (...)
(...) kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes und sprach:
»Die Zeit ist erfüllt.«
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Jesus kannte die biblische Prophetie, und auch das Jahr seiner
Taufe (Herbst 27 n. Chr.) stellt ein wichtiges Datum dar.
Deshalb verkündete er, dass die Zeit erfüllt sei.
Screen 19
Daniel 9,26.27
Und nach den zweiundsechzig Wochen wird ein Gesalbter [wörtlich:
der Messias] ausgerottet werden. (...)
Er wird aber vielen den Bund schwermachen [wörtlich: stärken] eine Woche lang. Und in
der Mitte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer abschaffen.
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Nun wollen wir uns die siebzigste Woche anschauen: Die
Prophezeiung sagte uns, dass in der Mitte der Woche »der Messias ausgerottet« werden
wird, und dass er »Schlachtopfer und Speisopfer abschaffen« wird.
Die Mitte der Woche bedeutet 3½ Jahre (7 Jahre ÷ 2). Addieren wir diese 3½ Jahre zum
Herbst 27 n. Chr., erhalten wir Frühling 31 n. Chr..
Was geschah im Frühling 31 n. Chr.?
Screen 20
Daniel 9,27
Er wird aber vielen den Bund schwermachen [wörtlich: stärken] eine Woche lang.
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Matthäus 26,27.28
Und er [Jesus] nahm den Kelch und dankte, gab ihnen [den
Jüngern] den und sprach:
»Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur
Vergebung der Sünden.«
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Der »Bund«, den Christus stärken sollte, ist der, den er mit seinem eigenen Blut durch seinen Tod am Kreuz besiegelte, zur Erlösung für viele, die sein Opfer für die Vergebung ihrer Sünden annahmen.
Screen 21
Daniel 9,26.27
Und nach den zweiundsechzig Wochen wird ein Gesalbter [wörtlich:
der Messias] ausgerottet werden. (...)
Und in der Mitte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer abschaffen.
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Matthäus 27,50.51
Aber Jesus schrie abermals laut und verschied.
Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus.
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Exakt in der angekündigten Zeit, in der Mitte der siebzigsten prophetischen Woche, im Frühling 31 n. Chr., starb Jesus, der Messias, am Kreuz. Damit beendet er das Opfersystem im Tempel. Deshalb zerriss der Vorhang.
Screen 22
Daniel 9,24
Siebzig Wochen sind verhängt über dein Volk und über deine heilige Stadt; dann wird dem Frevel ein Ende gemacht und die Sünde abgetan und die Schuld gesühnt, und es wird ewige Gerechtigkeit gebracht und Gesicht und Weissagung erfüllt und das Allerheiligste gesalbt werden.
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Nach Jesu Tod und Auferstehung, als »Schuld gesühnt und ewige
Gerechtigkeit gebracht« worden war, blieb noch eine halbe Woche (3½ Jahre) übrig, ehe
die 490 Jahre endeten, die besonders für Israel bestimmt waren und in denen sie Jesus als
Messias annehmen sollten.
Nahmen sie ihn an?
Screen 23
Lukas 24,46.47
So steht's geschrieben, dass Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage; und dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern. Fangt an in Jerusalem.
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Während der 3½ Jahre nach der Himmelfahrt Jesu luden die Apostel durch Predigten und Wunder das Volk Israel ein, Jesus als Messias anzunehmen.
Screen 24
Apostelgeschichte 7,56-58
[Stephan] sprach:
»Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen!«
Sie schrien aber laut und hielten sich ihre Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn ein,
stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn.
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Unglücklicherweise verwarf die jüdische Nation die Aufrufe der
Apostel.
Das Ende der 70 Wochen (490 Jahre) im Herbst 34 n. Chr., wird durch die Steinigung des
Stephanus gekennzeichnet, die durch die religiösen Führer Israels gutgeheißen worden
war.
Stephan war der erst christliche Märtyrer, der durch Juden getötet wurde.
Screen 25
Apostelgeschichte 13,45.46
Als aber die Juden die Menge sahen, wurden sie neidisch und
widersprachen dem, was Paulus sagte, und lästerten.
Paulus und Barnabas aber sprachen frei und offen:
»Euch musste das Wort Gottes zuerst gesagt werden; da ihr es aber von euch stoßt und
haltet euch selbst nicht für würdig des ewigen Lebens, siehe, so wenden wir uns zu den
Heiden.«
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Mit der Steinigung des Stephanus im Jahre 34 n. Chr. verwarf die jüdische Nation als Ganzes das Evangelium. Damit endeten die 490 Jahre der Prüfung ihres Glaubens.
Screen 26
Daniel 9,26.27
Und das Volk eines Fürsten wird kommen und die Stadt und das
Heiligtum zerstören. (...)
Und im Heiligtum wird stehen ein Greuelbild, das Verwüstung [wörtlich: Greuel der
Verwüstung] anrichtet, bis das Verderben, das beschlossen ist, sich über die Verwüstung
ergießen wird.
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Die Prophezeiung von Daniel 9 endet tragisch, nämlich mit der
Ankündigung der Zerstörung Jerusalems und des Tempels.
Wieder einmal war die Vorhersage genau: Im Jahr 70 n. Chr. zerstörte die römische Armee
unter Titus Jerusalem und verwüstete den Tempel.
Screen 27
Eine interessante Beobachtung: der literarische Aufbau von Daniel 9,25-27
Der erste Teil von jedem der drei Verse
spricht über das Werk des
Messias, während der zweite Teil vom Schicksal Jerusalems handelt.
Sehen Sie selbst:
Verse 25, Teil 1: 7 Wochen und 62 Wochen bis zum Messias.
Teil 2: Wie Jerusalem wieder erbaut
ist.
Verse 26, Teil 1: Der Messias soll ausgerottet werden.
Teil 2: Jerusalem und das Heiligtum
sollen zerstört werden.
Verse 27, Teil 1: Der Bund und das Opfer des Messias.
Teil 2: Das Greuel der Verwüstung
in Jerusalem.
Screen 28
Daniel 9,22.23
Und [Gabriel] sprach:
»Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dir zum rechten Verständnis zu verhelfen.
Denn als du anfingst zu beten, erging ein Wort, und ich komme, um dir's kundzutun; denn du
bist von Gott geliebt.
So merke nun auf das Wort, damit du das Gesicht verstehst.«
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Wie wir gesehen haben, erklären die siebzig Wochen unter anderem
die Vision, die Daniel schon früher erhalten hatte, d. h. die 2300 Tage.
Weil diese beiden Visionen eng miteinander verbunden sind, und nachdem wir nun die
Prophezeiung der 70 Wochen verstehen, können wir nun die 2300 Tage in einer späteren
Lektion studieren.
Screen 29
Eine Zusammenfassung der Prophezeiung von den 70 Wochen:
|---------- »70 Wochen sind
verhängt über dein Volk.« ----------|
Arta- Aufbau
Kreuzi- Steinigung
xerxes' von
Taufe
gung
des
Dekret Jerusalem
Jesu
Jesu
Stephanus
|----------------|----------------|--------------|--------------|
Herbst Herbst
Herbst Frühling
Herbst
457 v. Chr. 408 v. Chr. 27 n. Chr.
31 n. Chr. 34 n. Chr.
|----7 Wochen----|----62 Wochen---|----½ Woche---|----½ Woche---|
|----49 Jahre----|----434 Jahre---|----3½ Jahre--|----3½ Jahre--|
Screen 30
Wir wollen Gott für seine Hilfe danken:
Vater,
Die Prophezeiung der 70 Wochen soll nicht nur einfach die Neugier der Studierenden
befriedigen. Sie soll hauptsächlich das Kommen des Messias, unseres Erlösers und Herrn
Jesus Christus ankündigen.
Wir möchten diesen Moment nutzen, um unsere Lebensübergabe an Deinen Sohn zu erneuern,
durch das kostbare Blut, das er am Kreuz für jeden von uns vergossen hat.
Bitte, führe du uns, wenn wir nun Dein Wort weiterstudieren.
In Jesus Christus bitten wir dies.
Amen.
Der
Testfragebogen zu Lektion 20 erwartet Sie!