Die
zwei Gesetze
Screen 1
Wir laden Sie ein, mit uns zu beten, bevor wir mit dieser Lektion
beginnen:
Unser Herr und unser Gott,
Wir bitten wieder einmal um Deine Hilfe, wenn wir nun das Studium Deines Gesetzes
vertiefen.
Wir danken Dir schon im voraus, dass Du uns durch Dein Wort führen wirst, wie Du es von
Anfang bis jetzt getan hast, denn wir wissen, ohne Deine Gegenwart können wir unmöglich
die Schätze entdecken, die in Deinem heiligen Buch verborgen sind.
Wir danken Dir wieder in Jesus Christus.
Amen.

Screen 2
Epheser 2,14.15
Denn er [Christus] ist unser Friede, der aus beiden eines
gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft.
Durch das Opfer seines Leibes hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen,
damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache.
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Viele aufrichtige Menschen berufen sich auf diese Verse und glauben, die Bibel
lehre, dass durch den Tod Jesu Christi am Kreuz das Gesetz Gottes aufgehoben worden sei.
Diese Lektion möchte deshalb klarstellen, dass die Bibel von zwei unterschiedlichen
Gesetzen spricht:
- eins, das tatsächlich am Kreuz abgeschafft wurde;
- und ein anderes, dass niemals aufgehoben wurde und für immer Gültigkeit
hat.

Screen 3
Apostelgeschichte 15,5
Da traten einige von der Partei der Pharisäer auf, die
gläubig geworden waren, und sprachen:
»Man muss sie beschneiden und ihnen [den Heiden] gebieten, das Gesetz des Mose zu
halten.«
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Zunächst gibt es ein Gesetz, das die Bibel »Gesetz des
Moses« nennt.
Dieses Gesetz wird als Zeremonialgesetz bezeichnet und enthält unter anderem genaue
Anweisungen, wie die Opfer dargebracht und die Zeremonien im Heiligtum durchgeführt
werden sollten.
(Wenn es nötig sein sollte, lesen Sie noch einmal in der Lektion »Die zwei Heiligtümer« nach.)

Screen 4
Jesaja 5,24
Denn sie verachten die Weisung [wörtlich: Gesetz] des
HERRN Zebaoth.
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Das »Gesetz des HERRN« ist das zweite Gesetz,
von dem die Bibel spricht.
Es ist das Moralgesetz, die Zehn Gebote, die den Charakter Gottes zeigen (für mehr
Details, lesen Sie die letzte Lektion »Das Gesetz -
ein Spiegel des Gesetzgebers« nach).
Wir wollen also festhalten, dass es zwei unterschiedliche Gesetze gibt:
- das Gesetz des Mose oder Zeremonialgesetz;
- und das Gesetz Gottes oder Moralgesetz.

Screen 5
5. Mose 31,24
Als nun Mose damit fertig war, die Worte dieses Gesetzes
vollständig in ein Buch zu schreiben (...).
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2. Mose 31,18
Und als der HERR mit Mose zu Ende geredet hatte auf dem
Berge Sinai, gab er ihm die beiden Tafeln des Gesetzes; die waren aus Stein und
beschrieben von dem Finger Gottes.
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Ein zweiter Unterschied: Mose schrieb das Zeremonialgesetz in ein Buch,
Während das Moralgesetz von Gott selbst auf zwei Steintafeln geschrieben wurde.

Screen 6
5. Mose 31,26
Nehmt das Buch dieses Gesetzes und legt es neben die Lade
des Bundes des HERRN.
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2. Mose 25,16
Und du sollst in die Lade das Gesetz legen, das ich dir
geben werde.
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1. Königes 8,9
Und es war nichts in der Lade als nur die zwei steinernen
Tafeln des Mose.
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Während das Gesetz Moses neben der Bundeslade gelegt wurden, lagen die beiden
Steintafeln mit den Zehn Geboten in der Bundeslade.

Screen 7
Hebräer 8,4
Wenn er [Jesus] nun auf Erden wäre, so wäre er nicht
Priester, weil da schon solche sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern.
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Wie schon gesagt, erklärt das Gesetz Moses, wie man Opfer darbringt oder Feste
feiert usw. Deshalb wird es auch »Zeremonialgesetz« genannt.
Das Moralgesetz dagegen spricht nicht über Zeremonien: den Text des Gesetzes, die Zehn
Gebote, findet man in 2. Mose 20,2-17 und in 5. Mose 5,6-21.
Wir haben den Inhalt der Zehn Gebote in der Lektion »Wenn
Gottes Finger schreibt« betrachtet.

Screen 8
Epheser 2,14.15
Denn er [Christus] ist unser Friede, der aus beiden eines
gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft.
Durch das Opfer seines Leibes hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen,
damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache.
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Wir verstehen nun diese Verse der Heiligen Schrift besser: Christus wurde
tatsächlich, durch seinen Tod am Kreuz das Lamm Gottes, das für die Sünden der Welt
geopfert wurde.
So wurde das gesamte Opfersystem des irdischen Heiligtums überflüssig.
Deswegen zerriss auch der Vorhang im Tempel, als Jesus starb, wie wir in der Lektion »Die zwei Heiligtümer«).

Screen 9
Matthäus 5,17.18
Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz
oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der
kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht.
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Wir sollten deshalb vorsichtig sein, wenn wir behaupten, Jesus hätte das
Gesetz abgeschafft.
In Wirklichkeit wurde durch Jesu Tod am Kreuz das Zeremonialgesetz abgeschafft.
Jesus hat deutlich gesagt, dass er nicht gekommen sei, um das Moralgesetz, die Zehn
Gebote, aufzulösen, die den Charakter Gottes selbst zeigen.

Screen 10
Matthäus 19,16-19
»Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige
Leben habe?«
Er [Jesus] aber sprach zu ihm: »Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur
Einer. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.«
Da fragte er ihn: »Welche?«
Jesus aber sprach: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht
stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter (...).«
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Jesus zeigte immer einen großen Respekt gegenüber den Zehn Geboten.
Weit davon entfernt sie abzuschaffen, forderte er vielmehr dazu auf, sie zu befolgen.

Screen 11
Hebräer 7,15.16
(...) wenn in gleicher Weise wie Melchisedek, ein anderer
als Priester eingesetzt wird, der es nicht geworden ist nach dem Gesetz äußerlicher
Gebote (...).
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Römer 7,7.14
Denn ich wusste nichts von der Begierde, wenn das Gesetz
nicht gesagt hätte: »Du sollst nicht begehren!« (...)
Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist.
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Während das Gesetz des Mose als »Gesetz äußerer
Gebote« bezeichnet wird, wird das Moralgesetz »geistlich«
genannt.
Der Textzusammenhang der letzten Verse zeigt deutlich, dass mit dem geistlichen Gesetz die
Zehn Gebote gemeint sind.

Screen 12
Galater 3,19
Was soll dann das Gesetz? Es ist hinzugekommen um der
Sünden willen, bis der Nachkomme da sei, dem die Verheißung gilt.
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1. Johannes 3,4
Sünde ist das Unrecht [wörtlich: Gesetzlosigkeit].
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Was für ein Problem für alle, die zwischen Zeremonialgesetz und Moralgesetz
keinen Unterschied sehen!
Wie können wir Sünde als Übertretung des Gesetzes definieren und zur gleichen Zeit
sagen, das Gesetz sei wegen der Sünde hinzugekommen?
Was kam zuerst, das Küken oder das Ei?

Screen 13
Römer 3,20
Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.
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Die Lösung für dieses Problem ist einfach: Sünde ist die Übertretung des
Moralgesetzes, der Zehn Gebote.
Wegen dieser Übertretung wurde das Zeremonialgesetz erlassen. Es erklärt das
Opfersystem, das nun eingesetzt wurde, bis zum Opfer par excellence, dem Lamm Gottes, das
sein Leben für die Sünden der Welt gab.
So können wir durch die Kenntnis des Moralgesetzes erkennen, ob wir gesündigt haben und
danach Gott um Vergebung bitten.

Screen 14
Kolosser 2,14
[Christus] hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen
Forderungen gegen uns war.
Und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet.
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Jakobus 2,11.12
Denn der gesagt hat: »Du sollst nicht ehebrechen«, der
hat auch gesagt: »Du sollst nicht töten.« (...)
Redet so und handelt so wie Leute, die durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen.
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Das Zeremonialgesetz richtete sich bis zu seiner Aufhebung beim Tod Jesu am
Kreuz gegen den Menschen .
Aber das Moralgesetz ist für uns ein »Gesetz der Freiheit«.

Screen 15
Apostelgeschichte 15,5.10
Da traten einige von der Partei der Pharisäer auf, die
gläubig geworden waren, und sprachen: »Man muss sie [die Heidenchristen] beschneiden und
ihnen gebieten, das Gesetz des Mose zu halten« (...)
Petrus erwiderte: »Warum versucht ihr denn nun Gott dadurch, dass ihr ein Joch auf den
Nacken der Jünger legt, das weder unsre Väter noch wir haben tragen können?«
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1. Johannes 5,3
Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote
halten.
Und seine Gebote sind nicht schwer.
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Das Gesetz des Mose war ein schwere Joch.
Das Gesetz Gottes aber ist keine Last.

Screen 16
Hebräer 7,18.19
Denn damit wird das frühere Gebot aufgehoben - weil es
zu schwach und nutzlos war; denn das Gesetz konnte nichts zur Vollendung bringen.
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Jakobus 1,25
Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der
Freiheit und dabei beharrt und ist nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter, der
wird selig sein in seiner Tat.
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Was für ein Kontrast zwischen dem unvollkommenen Zeremonialgesetz und dem
perfekten Moralgesetz, das uns begleitet, wenn der Heilige Geist in uns wirkt!

Screen 17
Daniel 9,4.11
Ich betete aber zu dem HERRN, meinem Gott, und bekannte
und sprach:
»(...) Ganz Israel übertrat dein Gesetz, und sie wichen ab und gehorchten deiner Stimme
nicht.
Darum trifft uns auch der Fluch, den er geschworen hat und der geschrieben steht im Gesetz
des Mose, des Knechtes Gottes, weil wir an ihm gesündigt haben.«
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Allein in diesem Vers sehen wir die Existenz von zwei Gesetzen:
- zuerst das Gesetz Gottes, das übertreten wurde;
- dann das Gesetz Moses, das den Fluch ausspricht, der über Israel kommen
würde, wenn es Gottes Geboten nicht gehorcht.

Screen 18
2. Königes 21,8
[Der HERR sprach:]
»Und ich will den Fuß Israels nicht mehr weichen lassen von dem Lande, das ich ihren
Vätern gegeben habe, sofern sie alles halten und tun, was ich geboten habe, das ganze
Gesetz, das mein Knecht Mose ihnen geboten hat.«
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Gott selbst macht einen Unterschied zwischen seinem Moralgesetz, den Zehn
Geboten und dem Gesetz Moses, dem Israel bis zum Kommen Jesu, dem vollkommenen Lamm
Gottes, folgen sollte.

Screen 19
Zusammenfassung der Unterschiede zwischen dem Gesetz Gottes und dem
Gesetz Moses :
DAS
GESETZ GOTTES |
DAS GESETZ MOSES
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- Von Gott auf
Steintafeln | - Von Moses in ein Buch
geschrieben.
|
geschrieben.
- Lag in der Bundeslade. | - Lag neben der
Bundeslade.
- Ist ein Moralgesetz. | - Ist ein
Zeremonialgesetz.
- Von Christus betont, |
- Von Christus am
nicht aufgehoben.
|
Kreuz abgeschafft.
- Ist geistlich.
|
- Ist fleischlich.
- War schon vor der Sünde da. | - Kam wegen der Sünde
hinzu.
- Ist ein Gesetz der Freiheit, | - Ist ein
verurteilendes Gesetz,
keine Last.
|
eine Last.
- Ist vollkommen.
| - Ist unvollkommen.

Screen 20
1. Korinther 7,19
Beschnitten sein ist nichts, und unbeschnitten sein ist
nichts, sondern: Gottes Gebote halten.
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Ein kurzer Vers, der uns eine exzellente Zusammenfassung dieser Lektion gibt:
- wir brauchen als Christen das Zeremonialgesetz nicht länger halten, weil
es beim Tod Jesu am Kreuz abgeschafft wurde;
- wir müssen jedoch Gottes Gebote halten, die unsere Pflichten gegenüber
Gott und unseren Nächsten beschreiben.

Screen 21
Lassen Sie uns zusammen beten:
Allmächtiger Gott,
Weil wir dein Gesetz, das Moralgesetz, übertreten haben, verdienen wir den Tod.
Aber Du bist uns gnädig und hast den Menschen das Zeremonialgesetz gegeben, welches
symbolhaft zeigte, dass Gottes Lamm kommen wird, um die Sünden der Welt wegzunehmen: Dein
Sohn Jesus Christus.
Weil wir ihn als unseren Herrn und Erlöser angenommen haben, brauchen wir nicht mehr
dieses Zeremonialgesetz, das nun aufgehoben ist.
Bitte sende uns Deinen Heiligen Geist, damit wir Tag für Tag Deinen Geboten besser folgen
können, die deinen Charakter wiederspiegeln. Wir bitten dies im Namen Jesu Christi.
Amen.



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